Schneesportfahrt ins Zillertal

Schneesportfahrt ins Zillertal

05. März 2018

Eisiger Wind schlug uns entgegen, als wir die Haube des Sessellifts öffneten. Obwohl die Sonne schien, war es bitterkalt. Das Thermometer der Bergstation zeigte minus 24 Grad an…

Was hier wie der Anfang eines spannenden Thrillers oder Kriminalromans wirkt, wurde für die Schülerinnen und Schüler der Schneesportfahrt unserer 9. Klassen in der letzten Woche kurzzeitig zur Realität. Denn wir hatten uns nicht nur eine sehr volle Woche im Skigebiet ausgesucht (Die niederländischen Schulen befanden sich in den „Krokusferien“), sondern auch die kälteste. Dennoch konnten die widrigen Witterungsbedingungen unsere schneebegeisterten Schülerinnen und Schüler nicht aufhalten: Die Gesichter wurden mit Helm, Tüchern und Skibrille fast vollständig vermummt und ab ging es auf die Piste. Doch nun von Beginn an:

Am Freitagabend (23.2.) trafen wir uns um 20.15 Uhr zur Abfahrt ins Zillertal. An Bord des Busses waren 55 Schüler/innen, 6 Lehrkräfte (Frau Ditzen, Frau Häfele, Frau Krebber, Herr Peter, Herr Heuser und Herr Waerder) und zwei weitere fachkundige Begleiter (Vincent Waerder und Lars Mülders). Nach einer komplikationslosen Fahrt erreichten wir morgens zwischen 7 und 8 Uhr unser Ziel.

Nach Skiausleihe, Zimmerbelegung und Mittagessen trafen wir uns bereits am Nachmittag im Skigebiet und begannen mit den ersten Übungen. Die Gruppe bestand zu etwa 80 % aus Anfängern und so war unser Radius in den ersten Tagen recht eingeschränkt. Volle Lifte an den Anfängerhügeln brachten uns so manche Wartezeit. Doch schon nach zwei Tagen hatten sich „Pizzastück“, "Schneepflug“, Gewichtsverlagerung, Stockarbeit, „Auf und Nieder“ und Kurvenschwünge immer besser eingeprägt und wir konnten uns in die Sessellifte wagen, die uns schneller und höher auf die Berge brachten. Von da an wurde es für für die Schülerinnen und Schüler zum Genuss, in der imposanten Bergkulisse der Zillertaler Alpen - zum Teil bei strahlendem Sonnenschein - in sanften Schwüngen auf den Skiern oder dem Snowboard über die Piste zu gleiten.

Die enormen Lernfortschritte unserer „Schneehasen“ (So die Bezeichnung im beliebten Aufwärmprogramm von McFitty) waren täglich zu sehen. Den blauen folgten rote und den roten schwarze Pisten. Enorm war aber auch die Geduld der besseren Fahrer, wenn einmal jemand durch Sturz, Unwohlsein oder Ermüdung etwas weiter zurückblieb. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass man ohne zu Murren wartete. Über eine solche aktiv gezeigte Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler haben wir Lehrkräfte uns ganz besonders gefreut!

Nach dem Skifahren musste sich die Gruppe abends leider teilen: 18 Jungen waren im Gasthof „Zur Brücke“ in Kaltenbach untergebracht und mussten mit der Gondel ins Tal fahren, während die Mehrheit oben auf der Marendalm mitten im Skigebiet bleiben konnte. Doch trotz dieser räumlichen Trennung, die durch die hohe Zahl von Anmeldungen erforderlich geworden war, und trotz langen Wartens auf den Bus vor der Rückfahrt gab es für alle am Ende nur ein Fazit: „Schön wars!“

Benedikt Waerder

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