Kultur + Bühne

Kultur und Bühne am LvD

„Die Bühne scheint mir der Treffpunkt von Kunst und Leben zu sein.“ (Oscar Wilde)

Die Theaterbühne ist ein faszinierender Ort: Menschen verwandeln sich, schlüpfen in eine Rolle, erzählte Geschichte wird lebendig, uralte Themen werden immer wieder in neues Gewand gekleidet … Für manchen sind es Bretter, die die Welt bedeuten …

Auch für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet die Bühne sehr viel! Bereits in der Klasse 5 bieten wir in unserem Kreativband eine Theater-AG an und auch in späteren Phasen der Schülerlaufbahn gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aktiv oder als Zuschauer das Theater zu erleben:

  • jährlich erlebt die Schule das große „Finale“ des Schuljahres: Alle Schülerinnen und Schüler haben dann Gelegenheit, ihre Tänze, Sketche oder Spielszenen aufzuführen
  • unsere Literaturkurse führen regelmäßig ihre eingeübten Stücke auf
  • regelmäßig finden englische Theateraufführungen zu Unterrichtsthemen statt
  • die „Physikanten“ präsentieren regelmäßig spektakuläre Naturwissenschaften auf der Bühne
  • es gibt gemeinsame Fahrten ins Krefelder Stadttheater

Chorfahrt nach Fulda

(Bericht von Maria Steinbeck und Anasthasia Pfeiffer)
Gutgelaunt und mit viel Motivation starteten wir am Freitagnachmittag mit dem Bus in Richtung Fulda. Auf der Fahrt wurde viel gesungen, gelacht und erzählt. Aber auch das "Mörderspiel" durfte nicht fehlen. So waren schon - bevor wir gegen 19:00 Uhr in der Jugendherberge Fulda eintrafen - die ersten Personen ausgeschaltet. Nachdem wir schnell unsere Zimmer bezogen hatten, ging es direkt zum Abendessen und anschließend probten wir nochmal ein bisschen für das
Konzert am nächsten Tag. Der restliche Abend wurde bei geselligem Zusammensein in der Jugendherberge verbracht, einige nahmen auch einen Fußmarsch von etwa drei Kilometern auf sich, um schon mal die Stadt zu erkunden. Zwar war um 22:00 Uhr Nachtruhe, aber wie man uns kennt, wurde daraus 23:00 Uhr.


Am nächsten Morgen fuhren wir gut gelaunt nach dem Frühstück um 8:30 Uhr in Richtung Rabanus-Maurus-Schule. Dort trafen wir auf unseren Partnerchor und probten das erste Mal die gemeinsamen Stücke zusammen. Dabei durchmischten wir beide Chöre, um einander besser kennenzulernen. Anschließend liefen wir alle zusammen zum Fuldaer Dom, um dort unsere Taizélieder zu singen. Danach gingen wir zum Bahnhof und überraschten die Reisenden mit unserem Flashmob „Thank You for the Music“. Die Fuldaer organisierten für uns auch ein Mittagessen in der Mensa eines nahegelegenen Mädchengymnasiums, welches wir mit ihnen zusammen genossen. Um die Zeit zwischen dem Mittagessen und der anschließenden Stadtführung zu überbrücken, sangen wir lautstark unsere gut einstudierten Weihnachtslieder und es wurde Karten gespielt. Die Stadtführung übernahm freundlicher Weise ein Geschichtslehrer der Rabanus-Maurus-Schule. Er zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Fuldas, wie zum Beispiel den Dom, und erklärte uns die geschichtlichen Hintergründe. So lernten wir viel über die Stadtgeschichte Fuldas. Die Führung endete an der Alten Universität, in deren Aula das anschließende Konzert stattfinden sollte.


Nach dem Einsingen ging es um 17:00 Uhr los. Der Saal war randvoll. Den Anfang machten die Fuldaer Chöre und anschließend zeigten auch wir unser Können. Als Abschluss gaben wir zusammen mit den Fuldaern unser Bestes und sangen voller Freude die gemeinsamen Stücke. Dafür erhielten wir viel Applaus und nur positive Rückmeldungen. Doch der Austausch ging noch weiter. Die Fuldaer hatten für uns ein gemeinsames Grillen an der Schule organisiert und so hatten wir nochmal die Möglichkeit weitere Kontakte zu knüpfen und die ein oder andere Nummer auszutauschen. Aber natürlich wurde auch noch gesungen, bevor der Bus uns um 21:00 Uhr abholte, um uns wieder in die Jugendherberge zu fahren. So hieß es Abschiednehmen von unserem Partnerchor, aber wie uns die Chorleiter sagten, sollte dies nicht der letzte
Austausch gewesen sein. Aber der Abend war noch nicht zu Ende und so wurde in der Jugendherberge noch Essen bestellt und Werwolf gespielt, bevor es nach einem anstrengenden, aber auch schönen und lustigen Tag ins Bett ging.

Sonntagmorgen brachen wir schon um 8:30 Uhr mit dem Bus Richtung Heimat auf, um möglichst vor dem Sturmtief Sabine da zu sein. Trotzdem hatten wir gute Laune, da wir am Morgen erfahren hatten, dass wir Montag aufgrund der Sturmwarnung nicht in die Schule müssen. Während der Busfahrt war es sehr ruhig, es schien als ob der ganze Bus schlief.
Gegen 13:30 Uhr kamen wir dann wieder in Kempen an, alle waren immer noch sehr müde, aber trotzdem war auch etwas Wehmut dabei, da es ein schönes Wochenende war.

 

 

 

 

 

Konzert Alte Uni

Kulturpunkt: The Sound of Silence

Beitrag der Klasse 6c: Kreatives Schreiben zu Musik

Unter dem Motto “Sound of Silence” und in Anlehnung  an das gleichnamige Folk-Rock Lied aus den 1960er Jahren präsentierte der Kulturpunkt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums an drei Abenden (vom 20.bis zu 22.02.2019) Lesungen, Tanzdarbietungen, Musikstücke, Video-Sequenzen und Sketche. Über 600 Leute besuchten die drei Veranstaltungen und ließen sich vom “Klang der Stille” anstecken und begeisterten sich für die Vielfalt des kulturellen Programms der LvD-Schülerschaft.

Unter Federführung der Lehrkräfte Anja Spättmann, Susanne Hammel und Thorsten Terschlüsen hatte die Schule ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, an dem Dutzende von Schülern auf und hinter der Bühne beteiligt waren und das Publikum bestens unterhielten.

Am Anfang stand die Vorstellung des Liedtextes  von “Sound of Silence”, das der legendäre Paul Simon 1964 geschrieben hatte. Wie ein roter Faden zog sich der “Klang der Stille” durch das Programm bis zum großen Finale, als der Mittelstufenchor, die Voice Company und die Big Band das Lied abschließend gemeinsam darboten.

Das Programm war reich an Höhepunkten. Die Voice Company führte beispielsweise das unorthodoxe Musikstück 4:33 von John Cage auf, das stets lautlos präsentiert wird und das Publikum zum Nachdenken über Musik und Stille brachte. Als Kontrapunkt spielte die Voice Company unter der Leitung von Stefan Lindner dann stimmgewaltig “Thank you for the Music” von ABBA.

Ein unerwarteter und ungewöhnlicher Programmpunkt war ein Graffiti, das die Oberstufenschüler Carla Hoffmann, Leon Derber und Tom Neugebauer innerhalb kürzester Zeit und auf perfekte Weise auf eine Leinwand sprühten. Für Lacher und Nachdenklichkeit sorgte Q1 Schüler Rasmus Bjorn, der als “Tronald Drump” den US-Präsidenten aufs Korn nahm, indem er Worthülsen absonderte und damit großen Beifall erntete. Maximilian Wolters spielte den Sketch des Kabarettisten Dieter Hildebrandt nach, in dem er Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl parodierte. Er bot das Gedicht “Der Mond ist aufgegangen” von Matthias Claudius dar, baute geschickt nichtssagende Politiker-Phrasen ein und enttarnte sie auf diese Weise.

Viel Beifall fand auch das “Schattentheater”, das die Mittelstufenschüler Michelle Wulff, Luisa Platt, Noah Hoefels, Niklas Luchs und Lars Lunau  gekonnt spielten. Großen Applaus erhielten auch die Flamenco-Tänzerinnen aus den Klassen 8b und 8c, die in farbenfrohen Kostümen mit viel Temperament den Funken auf das Publikum überspringen ließen.

Nicht zuletzt verdiente sich das Team der Licht- und Tontechnik bestehend aus Nils Welters, Henk Wellnitz, Daniel und Maurice Kok  große Anerkennung beim Publikum, weil sie durch ihren engagierten Einsatz die LvD-Kulturabende maßgeblich ermöglicht hatten.

Heinrich Klümpen

 

Fotos zur Veranstaltung sind in der Galerie zu finden. 

Tim Pröse liest aus "Jahrhundertzeugen"

Tim Pröse

Am 4. Mai 2018 konnten die Schülerinnen der 9. Klassen des Lvd und des Thomaeums eine ganz besondere Lesung erleben. Der Münchner Journalist Tim Pröse las aus seinem Buch "Jahrhundertzeugen - Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen", in dem er Gespräche mit Zeitzeugen der Nazidiktatur verarbeitet hat. Sehr eindrucksvoll war dabei, dass er seine Lesung immer wieder unterbrach, um persönliche Eindrücke zu schildern, die er im Gespräch oder bei Reisen gewonnen hatte. So herrschte konzentrierte Stille im Saal, als er von seinen Begegnungen mit Inge Scholl oder dem Auschwittz-Überlebenden Yehuda Bacon berichtete. Mit viel Gespür für die Situation unserer Jugendlichen berichtete und erläuterte er und verstand es hervorragend, die Zuhörer zu bannen. 

Ein bewegender und wirksamer Vormittag!