Fachexkursionen

Fachexkursionen des LvD

Unterricht findet am LvD nicht nur im Klassenraum statt. In unsere Lehrpläne sind zahlreiche Exkursionen eingebettet, mit denen wir die Erkenntnis umsetzen, dass sich bestimmte Dinge an anderen Lernorten besser verstehen lassen. Zweimal im Schuljahr findet der sogenannte MINT-Exkursionstag statt. Naturwissenschaftlich-technische Exkursionsziele stehen an diesen Tagen im Mittelpunkt: Dabei lernen unsere Schülerinnen und Schüler die Fernwärmeheizung Kempens ebenso kennen wie das Rohrdommelprojekt an den Krickenbecker Seen oder den Braunkohletagebau in Garzweiler.

Doch auch in anderen Fächern gibt es zahlreiche Exkursionen: Geschichtskurse fahren beispielsweise zum Haus der Geschichte nach Bonn oder zum Gestapohaus nach Köln, Lateinkurse zum Römisch-Germanischen Museum nach Köln oder in die Römerstadt Trier, die Französischkurse testen ihre Fremdsprachenkenntnisse bei einer Reise nach Lüttich.

Auf dieser Seite finden Sie einige Berichte von Fachexkursionen, die Ihnen beispielhaft vermitteln sollen, wie das „Lernen vor Ort“ bei uns funktioniert.

Lateinexkursion nach Mainz 2013

Mainz 2013

Horas non numero nisi serenas war neben der Sonnenuhr an der Mainzer Zitadelle zu lesen. Diesen Spruch wollen wir auch zum Motto unseres Berichts über die Abschlussfahrt der Latein-Grundkurse der E10 am 20. Juni 2013 nach Mogontiacum machen und unseren „menschenfreundlichen“ Busfahrer – wie Nero auf der Jupitersäule, die neben dem Dativius-Victor-Bogen als erstes Relikt der Mainzer Römerzeit auf unserem Programm stand – der damnatio memoriae anheim fallen lassen.

An der Jupitersäule entstanden dann mehrere gemeinsame Gruppenfotos der Lateinkurse von Frau Wiegand und Frau John, die von Frau Hardt auf der Fahrt begleitet wurden. Anschließend ging es zum Gutenberg-Museum, wo wir in die beeindruckende Technik und Erfindung Gutenbergs mit der an eine Weinkelter erinnernden Druckerpresse eingeführt wurden.

Pünktlich zur Mittagspause strahlte der Himmel, so dass wir diese in mediterraner Atmosphäre optimal nutzen konnten. Anschließend stiegen wir in die fensterlosen heiligen Hallen der Eingeweihten des Isis- und Magna Mater-Kultes in der Römerpassage hinab. Hier konnte sich jeder selbständig ein Bild über den im Unterricht besprochenen Kult machen und sich u.a. an den auch multimedial in Erscheinung tretenden Zauberpuppen und Fluchtäfelchen erfreuen, bevor es per pedes durch Hügel oder sogar Berge – wie es je nach Wandervermögen dem einzelnen erschien – zur Stephanskirche ging. Hier konnte die Vorhut im Schatten der Bäume Abkühlung suchen und geraume Zeit ruhend auf den Rest der Truppe warten, die einen Teilnehmer hatte, dessen gelbes T-Shirt durch die schweißtreibende Anstrengung nach eigenen Angaben anschließend weiß gebleicht war. Dann wurden gemeinsam die berühmten Chagallfenster betrachtet und der gotische Kreuzgang bewundert.

Im Anschluss daran stand der monumentale Drususstein auf der Mainzer Zitadelle auf dem Programm, von wo aus wir eine tolle Aussicht auf Aurea Moguntia hatten. Weiter liefen wir zum Südbahnhof, wo sich das Theatrum Mongontiacensium befindet, was sich durch den Zaun am hintersten Bahnsteig als größtes Bühnentheater nördlich der Alpen auf den ersten Blick nicht erkennen ließ. Aber errare humanum est. Das Theater, bei dem ad hoc ein unüberhörbarer Männerchor auftrat, fand dafür im Bus statt und stärkte die Gruppengemeinschaft, so dass sich die Fahrt nicht nur in kultureller Hinsicht gelohnt hat.

Andrea Wiegand (Latein GK)

Berlinexkursion 2011

Berlin 2011 -1

Am Freitag, dem 18.02.2011 um 00.05 Uhr, fuhren die Geschichtskurse der Jahrgangstufe 12 unter der Leitung von Frau John, Herrn Veit und Herrn Stein mit dem Bus Richtung Berlin. Müde kam die ganze Gruppe im Jugendgästehaus Berlin Mitte an, das in Nähe der Seestraße relativ zentral in Berlin liegt.

Nach Ankunft und Frühstück wurde als neuer Treffpunkt der Eingang Nord des Reichstags bekannt gegeben. Dort wurden wir um 10.30 Uhr vom CDU Bundestagsabgeordneten des Kreises Viersen, Uwe Schummer, empfangen, der uns durch das Gebäude führte. Die Führung war sehr interessant. Wir haben viel über den Reichstag und über das „Regieren“ erfahren.

Auch die Besichtigung eines Sitzungssaales im Paul-Löbe-Haus und die anschließende Fragerunde waren sehr aufschlussreich. Jedoch machten es die bequemen Stühle einigen Mitreisenden nicht leicht, ihre Augen immer offen zu halten. Im Anschluss an die Führung gingen wir zum Holocaust-Mahnmal und in das angeschlossene Informationszentrum. Der restliche Tag und der Abend, beziehungsweise die Nacht, standen zur freien Verfügung.

Berlin 2011 - 2

Am nächsten Morgen ging zum Wannsee, wo wir nach einer kleinen Einführung selbstständig die Ausstellung über die „Endlösung der Judenfrage“ im Haus der Wannseekonferenz erkunden konnten.

Um circa 12.00 Uhr fuhren wir vom Wannsee zurück Richtung Heimat, und manche stellten sich die Frage: „Wannseen wir uns wieder“. Nach einer erneut langen Busfahrt, die jedoch ohne Komplikationen, wie Staus, verlief, erreichten wir gegen 18.45 Uhr den LvD Parkplatz, an dem unsere Reise endete, sich unsere Wege trennten und gelungene zwei Tage zu Ende gingen.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass die Berlin Exkursion sowohl für Lehrer als auch für die Schülerinnen und Schüler eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag dargestellt und man sich auch untereinander besser kennen gelernt hat. Die Exkursion ist somit als voller Erfolg zu werten.

Manuel Palm (Geschichte LK 12)