England

CANTERBURY & CO

Canterburry & Co

Am Montag, dem 29. Juli 2009, war es endlich so weit. Mit einer Gruppe von 38 Schülern der Klassen 8 und 9 und unseren beiden Lehrern Frau Celiker und Herrn Walther stiegen wir um 8 Uhr in unseren Bus nach Canterbury. Nach einer freundlichen Begrüßung durch unseren Busfahrer Jürgen ging es los. Wir fuhren zuerst nach Calais, von wo aus wir nach Dover mit der Fähre übersetzten. Gegen 16.30 kamen wir dann in Canterbury an und hatten somit noch Zeit für eine kurze Erkundungstour durch die Stadt. Anschließend stiegen wir wieder in den Bus und machten uns auf den Weg in das Nachbardorf Sturry, wo wir herzlich von unseren Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Am Abend trafen wir uns noch alle auf einem nahe gelegenen Spielplatz, was dann später zur Gewohnheit wurde, da wir es fast jeden Tag taten und so die tollen Tage auch noch wundervoll abrunden konnten. - Dies war also der Beginn einer fantastischen Zeit.

Canterburry & Co

Am zweiten Tag, am Dienstag also, ging es gleich morgens wieder los nach Canterbury. Dort unternahmen wir erst einmal eine Stadtrallye, bei der wir gleich einmal unser Schulenglisch unter Beweis stellen konnten. Anschließend bekamen wir Freizeit, jedoch boten uns Frau Celiker und Herr Walther auch an, mit ihnen zusammen die weltberühmte Kathedrale zu besichtigen und eine kleine Bootstour auf dem Fluss „Stour“ zu unternehmen. Besonders die Bootstour war eine interessante Sache, da uns unser „Captain“ vieles erklärte. Beispielsweise erfuhren wir, dass in England 1695 eine Fenstersteuer eingeführt wurde, was dazu führte, dass viele Engländer ihre Fenster einfach zumauerten bzw. sich sogar einfach Fenster auf die Mauern malten.

Den Nachmittag verbrachten wir dann noch in dem kleinen Badeort Broadstairs, wo wir den Tag mit ein bisschen Dösen am Strand und einer Runde Volleyball bei herrlichem, sonnigen Wetter ausklingen ließen.

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Am Mittwoch folgte dann das Highlight: wir fuhren nach London. Dort angekommen kämpften wir uns erst einmal durch den Großstadtdschungel hindurch bis zu unserem Treffpunkt mit unserem Stadtführer. Dieser stieg dann einfach zu uns in den Bus und wir wuselten uns weiter durch die Straßen der Monsterstadt. Das übertrieben langsame Vorankommen war natürlich sehr von Nutzen, denn so konnte unser Stadtführer uns in aller Ruhe in seinem lustigen, aber sehr gut verständlichen Deutsch über London, seine Sehenswürdigkeiten und Geschichte erzählen. Wir stiegen auch einige Male aus, um z.B. den Blick auf die Tower Bridge einige Minuten auf uns wirken zu lassen oder uns– was natürlich auch nicht fehlen durfte – The Queen's Guards vor dem Buckingham Palace anzuschauen, auch wenn wir sie nur von Weitem sehen konnten.

Danach hatten wir noch eine Menge Freizeit, in der wir die riesige Metropole bei für London eher untypischem Sonnenschein und Temperaturen von gefühlten 35°C selbstständig in kleinen Gruppen erkunden konnten.

Der vierte Tag begann dann mit einer Besichtigung eines typischen, englischen Märchenschlosses namens „Leeds Castle“. Dort spazierten wir erst einmal gemächlich durch das riesige Anwesen. Vorbei an gigantischen Bäumen, lebendigen Pfauen und über kleine Bäche ging es, bis wir schließlich das Eingangstor und dahinter das Schloss erblicken konnten. Dort angekommen erhielten wir alle kleine Audioguides , die uns während des Rundgangs mit Informationen füttern sollten. Beispielsweise erfuhren wir, dass die Geschichte von Leeds Castle 857 begann, als das erste Herrenhaus gebaut wurde. Nach vielen Veränderungen und Umbauten im Mittelalter und auch später wurde es im Jahr 1976 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Anschließend enbtrannte eine heftige Diskussion darüber, was jetzt getan werden solle. Eigentlich war eine weitere Exkursion in eine nahe gelegene Kleinstadt geplant, jedoch wollten die meisten wieder ans Meer. So wurde demokratisch abgestimmt und wir fuhren nach Whitstable an einen Kiesstrand, um am vorletzten Tag noch einmal in Ruhe die frische Meeresluft zu genießen.

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Am fünften und leider auch letzten Tag hieß es dann gleich morgens Abschied nehmen von unseren Gastfamilien. Gleich um acht Uhr früh ging es los nach Dover, wo wir uns zunächst noch das mittelalterliche Dover Castle anschauten.

Doch dann ging es schließlich zurück. Irgendwann am Nachmittag stiegen wir auf die Fähre nach Calais. Nach einer langen, aber auch unterhaltsamen Fahrt – fast die ganze Zeit wurde der gelungene Trip lautstark und fröhlich besungen – kamen wir gegen 22 Uhr in Kempen an.

Ein großer Dank geht an unsere Lehrer Frau Çeliker und Herrn Walther, die diese Fahrt überhaupt erst möglich gemacht haben und mit denen wir eine Menge Spaß hatten!

Michael Albinger